Ausbauplanung für B85 zwischen Patersdorf und Linden

Der Viechtacher Anzeiger (www.idowa.de) berichtete am 28.11.2018 über dieses Thema. Der Bericht des Viechtacher Anzeigers wird hier auszugsweise wiedergegeben:

„Vertreter des Staatlichen Bauamtes Passau waren am Dienstag in der Gemeinderatssitzung Geiersthal zu Gast. Bauamtsleiter Robert Wufka, der seinen Sohn vertrat, sowie Projektingenieur Thomas Seidl stellten den Gemeinderäten vor, wie sie sich die Ausbauplanung für die B 85 zwischen Patersdorf und Linden mit einer dritten Fahrspur vorstellen könnten.

Dass diese nötig ist, legten sie anschaulich dar: Zum einen werden die Überholmöglichkeiten auf einer Strecke von 1000 Metern verbessert, da es derzeit so sei, dass Autofahrer die zu Stoßzeiten zahlreich vertretenen Lastwagen an unpassenden Stellen überholen und dadurch sich und andere gefährden. So bedeute der Ausbau einen Sicherheitsgewinn. Ein weiteres Argument sei der Zeitfaktor für die zahlreichen Ein- und Auspendler, die die Strecke nutzen. Auch den Winterdienst nannte Wufka. „Eine dritte Spur ist enorm wichtig, wenn die Lastwagen hängen bleiben und die Straße so schmal machen, dass der Schneepflug nicht mehr vorbei kommt.“

So sieht der derzeitige Lageplan des Vorentwurfs für den Zusatzfahrstreifen an der B 85 aus. Quelle: Staatl. Bauamt Passau

Die geplante dritte Fahrspur werde „ziemlich angepasst an den jetzigen Straßenverlauf“ und 3,50 Meter breit. „Wir versuchen, möglichst wenig einzugreifen.“ Auch die Längsstraßen für die Landwirtschaft – in der Skizze gelb dargestellt – würden dabei mit abgedeckt. Wufka betonte, dass sich die Baumaßnahme derzeit auf der ersten Stufe befinde, in der Vorstellung des technischen Entwurfs. Dieser werde im nächsten Schritt in der Gemeinde ausgelegt. Der folgende Beschluss des Gemeinderats laufe dann in die Optimierung ein, darum bat er auch ausdrücklich um Anregungen.

Querungsmöglichkeiten

Projektingenieur Thomas Seidl sprach diverse Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer und die notwendige Erschließung von Grundstückszufahrten an. Das Thema sei äußerst sensibel, besonders seit dem tödlichen Unfall bei Ayrhof, bei dem ein Motorradfahrer ums Leben kam. „Hier entscheidet ein Gremium aus Polizei, Landratsamt und Bauamt“, so Wufka.

Angesprochen wurde auch ein durchgehender Radweg bis Fernsdorf, da immer wieder Radfahrer auf der Bundesstraße unterwegs seien. Projektingenieur Seidl sagte, dass man dies schon weiterführen könne, gab jedoch zu bedenken, dass es hierfür weitere Flächen brauche.

„Wenn die Gemeinde Interesse an einem Längsweg hat und es schafft, den Grund zu verhandeln, gehen wir in die Finanzierung“, stellte Wufka in Aussicht. Die Nachfrage nach einem Tunnel bezeichnete Wufka als „utopisch“. Selbst der günstigste Tunnel stehe bei dem Verkehrsaufkommen von 4000 Fahrzeugen in keinem Verhältnis zum Preis.

Unterführung

Gemeinderat Reinhard Vieltorf jun. betonte, dass in Linden „eine Unterführung hingehöre“, da die Autos trotz Beschränkung rücksichtslos durchrasten. Es sei lebensgefährlich, wenn ein älterer Mensch die breite Straße überquere. Auch eine Insel in der Mitte bringe nur wenig.“