Geiersthaler Dorfweiher bleibt problematisch

Offenes Gewässer in Geiersthal könnte Gefahr für Kinder bedeuten – Kreisgartenfachberater moniert Ortsbegrünung

Ein Bericht aus der Sitzung des Geiersthaler Gemeinderats von Marion Wittenzellner, veröffentlicht am 24.04.21 im Viechtacher Bayerwald-Boten:

Geiersthal. Momentan gibt es ein paar Lücken in der Ortsbegrünung von Geiersthal. Entlang der Rathausstraße waren nämlich zwei Erlen gänzlich zusammengefault und abgestorben und mussten daher entfernt werden. Wie Bürgermeister Richard Gruber jüngst in der Gemeinderatssitzung berichtete, war nun der Kreisfachberater für Garten und Landschaftspflege, Klaus Eder, bei ihm zu Besuch und hatte dabei diesen sowie einige weitere Problempunkte angesprochen.

Bezüglich der Erlenreihe in der Rathausstraße habe Eder geraten, die beiden abgängigen Erlen nachzupflanzen. Allerdings würden solche Bäume in einer entsprechenden Größe rund 700 bis 800 Euro pro Stück kosten.

Den Bürgervertretern waren diese Summen entschieden zu hoch. Ludwig Weindl und Josef Wittenzellner empfahlen, kleinere und damit wesentlich kostengünstigere Pflanzen zu nehmen, denn groß würden die schließlich im Laufe der Zeit von selber.

Michael Handlos wiederum plädierte dafür, gleich die komplette Baumreihe zu entfernen, weil die Erlen eh schon viel zu groß seien und durch das Wurzelwerk bereits der Teer angehoben werde, was vom Bürgermeister bestätigt wurde. Handlos erinnerte daran, dass die Bewerter vom Dörferwettbewerb seinerzeit angesichts der vielen Neupflanzungen gemahnt hätten „Passt auf, dass euer Dorf nicht zuwächst“, und dass man in jener Kategorie damals sogar die wenigsten Punkte geholt habe. So radikal wollte der Rathauschef aber doch nicht vorgehen. Richard Gruber versprach, sich bezüglich kleinerer Bäume kundig zu machen.

Auch die Sträucher entlang der Turnhalle waren dem Vorsitzenden zufolge bereits verfault. Sie mussten daher ebenfalls weggeschnitten werden. Hier sollen wieder rotblühende Robinien nachgepflanzt werden.

Auch hier könnte es grüner und bunter sein: An der Böschung zur Pfarrkirche könnte nach Meinung des Kreisfachberaters eine Blumenwiese erblühen. −Fotos: Marion Wittenzellne

An der Böschung Richtung Kirche sollte man nach Meinung von Klaus Eder eine Blumenwiese anpflanzen; zudem möchte der Geiersthaler Gartenbauverein die Wiese unterhalb des Kreisverkehrs als Blühfläche gestalten. 3. Bürgermeisterin Sylvia Augustin riet hier zur Verwendung mehrjähriger Saaten.

Mächtige Probleme bereitet der Gemeinde nach wie vor der eigentlich sehr idyllische, erst vor wenigen Jahren ertüchtigte Weiher im Dorfpark beim Rathaus. Der soll aus Sicherheitsgründen eingefriedet oder so gestaltet werden, dass insbesondere Kinder nicht zu Schaden kommen können. Immerhin ist dieses Gewässer tief und in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Spielplatz.

Der Gemeinderat hatte sich deshalb schon mehrfach den Kopf darüber zerbrochen, wie man diese wunderschöne Anlage kindersicher, aber trotzdem optisch ansprechend gestalten könnte. Der Kreisfachberater habe nun vorgeschlagen, die rückwärtige Seite des Weihers mit einem Maschendrahtzaun zu sichern, erklärte der Vorsitzende.

Der offene Dorfweiher (rechts hinten) bereitet der Gemeinde Geiersthal Kopfzerbrechen. Die Erlenreihe an der Rathausstraße weist zudem zwei freie Pflanzplätze auf.
Der offene Dorfweiher (rechts hinten) bereitet der Gemeinde Geiersthal Kopfzerbrechen. Die Erlenreihe an der Rathausstraße weist zudem zwei freie Pflanzplätze auf.

Vorne könnte man absperren und eine Tür anbringen, so dass der hintere Bereich für Mäharbeiten et cetera weiterhin zugänglich bleiben würde. Im Teich selber sollten auf einer geflochtenen Schutzmatte im Abstand von 50 Zentimetern abfallende Steinstufen mit einer Kiesschicht ausgelegt werden, wie dies beispielsweise auch in Lalling gemacht wurde. Allerdings bestehe die Gefahr, dass die Steine an der steilen Teichwand nicht halten und runterrutschen, außerdem müsste man zuerst prüfen, ob man dadurch keine Schwierigkeiten mit der Reinigung des Teiches bekommt, gab Gruber zu bedenken.
Alternativ bliebe nur noch ein Zaun. Mit dem würde man sich jedoch die Sicht verbauen, zumal die Einfriedung nach den neuesten Vorschriften jetzt einen Meter statt wie voriges Jahr noch 80 Zentimeter hoch sein müsste.
Daniel Hof hielt eine hohe Schutzhecke im hinteren Teil für schöner als einen Zaun. Richard Gruber wandte jedoch ein, dass man dann nach hinten hin gar nichts mehr sehen würde.
Mario Iglhaut war für eine Kombination aus Zaun und immergrüner Hecke. Alois Stöger favorisierte einen Edelstahl-Zaun an Stelle von Maschendraht – allerdings wusste der Bürgermeister, dass das dem Kreisfachberater nicht gefallen würde. Gruber versprach, weiterhin nach möglichen Lösungen Ausschau zu halten.

Quelle: https://plus.pnp.de/lokales/viechtach/3971675_Geiersthaler-Dorfweiher-bleibt-problematisch.html